In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses hat die Fraktion der Grünen Bad Lippspringe erneut auf Defizite bei Transparenz und Prioritätensetzung durch den Bürgermeister Ulrich Lange hingewiesen. Aus Sicht der Grünen wurde dabei eine wichtige Chance vertan, Bürgerinnen und Bürger (frühzeitig) einzubinden.
Zu Beginn der Sitzung lehnte der Ausschuss mehrheitlich ab, das seit rund zwei Jahren beratene Parkraumkonzept öffentlich vorzustellen. Schade – denn viele interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer waren bei der Sitzung anwesend. „Gerade vor der Eröffnung des City Outlets wäre es wichtig gewesen, offen über die geplanten Regelungen und Einschränkungen für die Bad Lippspringer Bürgerinnen und Bürger zu informieren“, betonen die Grünen. Während das Rathaus bereits sichtbar für das neue Outlet wirbt, fehlt weiterhin eine öffentliche, politische Diskussion über das Parken und die daraus resultierenden Einschränkungen und Nachteile in der Innenstadt. „Die Auswirkungen betreffen nahezu alle Menschen in Bad Lippspringe. Transparenz sieht anders aus“, so Sascha Gödecke grünes Mitglied des Bauausschusses.
Unverständnis herrschte zudem über einen weiteren Vorschlag der Verwaltung, zusätzliche Kapazitäten für eine Änderung von Ampel-Piktogrammen mit dem Balinchen Motiv einzusetzen. „Unsere finanziellen und personellen Ressourcen sollten wir dort einsetzen, wo sie den Bürgerinnen und Bürgern konkret helfen – zum Beispiel bei einem funktionierenden Parkraumkonzept und einer sicheren, gut nutzbaren Innenstadt.“
Die grüne Fraktion wiederholt ihre kritische Einstellung zum geplanten City Outlet und mit Blick auf die bevorstehenden Veränderungen und Einschränkungen. In Bad Lippspringe braucht es pragmatische Lösungen und eine offene Kommunikation. „Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass Vernunft, Transparenz und nachhaltige Lösungen im Mittelpunkt der Entscheidungen stehen“, so die Grünen abschließend.
Siehe auch: Berichte aus der Neuen Westfälischen sowie dem Westfälischen Volksblatt zur Bauausschusssitzung.
