Fahrradstraße: Grüne danken Verwaltung für den engagierten Vorstoß

Die Bad Lippspringer Grünen bedauern die Entscheidung des Rates, die Einrichtung einer Fahrradstraße auf Friedrichstraße und Triftstraße nicht weiterzuverfolgen. Gleichzeitig möchten sie ausdrücklich die Arbeit der Stadtverwaltung würdigen, die den Vorschlag vorbereitet und in die politische Beratung eingebracht hat.

„Wir finden es wichtig, einmal ausdrücklich Danke zu sagen“, erklärt die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen. „Die Verwaltung hat hier nicht einfach nur verwaltet, sondern einen konkreten Vorschlag entwickelt, der die Sicherheit von Radfahrenden und insbesondere von Kindern auf dem Schulweg verbessern sollte.“

Besonders hervorheben möchten die Grünen dabei Mobilitätsmanagerin Lydia Müller und Ordnungsamtschef David Tyler, die sich auf Seiten der Verwaltung mit der Maßnahme beschäftigt und die entsprechende Vorlage vorbereitet haben.

„Es ist genau diese Art von aktivem Verwaltungshandeln, die wir uns wünschen“, so Sascha Gödecke, Ratsmitglied der Grünen. „Wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung Verbesserungspotenziale erkennen, Lösungen entwickeln und diese anschließend dem Rat zur Entscheidung vorlegen, verdient das Anerkennung – auch dann, wenn der politische Beschluss am Ende leider anders ausfällt. Wir wünschen uns, dass dieser Mut, neue Lösungen für Mobilität und Verkehrssicherheit vorzuschlagen, in der Verwaltung erhalten bleibt.“

Inhaltlich ist die Entscheidung des Rates aus Sicht der Grünen schwer nachvollziehbar. Studien haben gezeigt, dass das Fahrrad dann einen höheren Stellenwert im Individualverkehr bekommt, wenn es eine gute Infrastruktur gibt, sich auf dem Rad schnell und sicher durch die Stadt zu bewegen. So konnten Wissenschaftler der Hochschule Darmstadt am Beispiel der Stadt Offenbach feststellen, dass deutlich mehr Menschen ihr Fahrrad benutzen, seit es dort Fahrradstraßen gibt, was in Zeiten immer höherer Autodichten ein durchaus wünschenswerter Effekt. Zudem sollten wir „präventiv denken“, äußert sich Dr. Gerda Werth, Fraktionsvorsitzende der Grünen. „Gerade dort, wo Kinder auf dem Schulweg unterwegs sind, sollte unser Anspruch sein, mögliche Gefahren möglichst früh zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken – und nicht erst dann handeln, wenn etwas passiert ist.“

Ähnlich überrascht zeigte sich Bürgermeister Ulrich Lange. Seine gegenüber der Presse getätigte Äußerung: „Manchmal schaut man nur zu und wundert sich“ beschreibt aus Sicht der grünen Fraktion durchaus treffend die Situation. Für die Grünen in Bad Lippspringe ist die Debatte damit noch nicht beendet. Eine fahrradfreundliche und sichere Gestaltung von Schulwegen bleibt weiterhin ein wichtiges Ziel einer grünen kommunalen Verkehrspolitik.

Bad Lippspringer Bürger*innen …